Mental Health bei jungen Menschen - eine Betroffene spricht über ihre Erfahrungen

Shownotes

In dieser Folge sprechen wir mit einer engagierten Teilnehmerin einer Selbsthilfegruppe über ihren persönlichen Weg mit einer seelischen Erkrankung. Offen und ehrlich berichtet sie von ihren Erfahrungen, den Herausforderungen im Alltag und den Momenten, die ihr Kraft geben. Sie erzählt, was ihr in schwierigen Zeiten geholfen hat, welche Unterstützung sie in der Selbsthilfe gefunden hat und welche Strategien sie nutzt, um mit ihrer Erkrankung umzugehen.

Shownotes https://www.selbsthilfe-ortenau.de/Gruppen/ https://www.selbsthilfe-ortenau.de/Gruppen/JuSeO-Junge-Selbsthilfe-Ortenau/

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00:00:01: Psst!

00:00:01: Alle mal herhören.

00:00:03: Ein Podcast für alle, die sich dafür engagieren, dass Kinder, Jugendliche und ihre Familien gestärkt werden.

00:00:10: Das ist der Podcast des Präventionsnetzwerkes Ortenaukreis.

00:00:13: Dieser Podcast stellt Ihnen unsere Arbeit, unsere Themen rund um Kindergesundheit und unser Netzwerk vor.

00:00:21: Dazu interviewen wir erfahrene Kooperationspartnerinnen und Partnern

00:00:25: und

00:00:25: Expertinnen und Experten, die ihr Wissen mit ihnen teilen.

00:00:29: Also bleiben Sie dran bei Psst, alle mal herhören.

00:00:39: Hallo und herzlich willkommen zu einer weiteren Podcast-Folge!

00:00:42: Mein Name ist Eva Jakubowski und ich bin Präventionsbeauftragte für Jugendgesundheit beim PNO.

00:00:47: In der heutigen Folge soll es um die psychische Gesundheit von jungen Menschen, Jugendlichen und deren Sorge und Ängste gehen.

00:00:55: Um dieses Thema zu beleuchten haben wir heute Sarah bei uns zu Besuch.

00:00:58: Wir freuen uns sehr dich herzlich Willkommen zu heißen.

00:01:01: Vielleicht möchtest du dich einfach mal kurz vorstellen?

00:01:05: Also ich bin die Sarah, ich bin siebenzehnzig Jahre alt.

00:01:08: Ich lebe im Ortenaukreis und ja in meiner Freizeit bewege ich mich sehr gerne.

00:01:15: das heißt ich mache Sport, ich liebe spazieren zu gehen.

00:01:18: Ich mag es zu kochen und zu backen und freue mich echt total hier sein zu dürfen.

00:01:25: Super vielen Dank!

00:01:27: Ja, wie bereits schon angedeutet wollen wir ja heute über seelische Gesundheit sprechen und seelige Belastung.

00:01:33: Was hat denn bei dir dazu geführt dass du zu einer Selbsthilfegruppe gegangen bist oder hast du dir selber Hilfe geholt?

00:01:41: Oder deine Eltern Freunde genau?

00:01:43: Wie bist du dazugekommen?

00:01:45: Also bei mir war es so, dass ich bevor ich zu einer Selbsthilfegruppe gegangen bin.

00:01:50: Mir ging's wirklich sehr schlecht aufgrund meiner Ängste.

00:01:53: Bin ich dann auch irgendwann depressiv geworden hatte dann eine absolute Hoffnungslosigkeit und hab echt gedacht mir wird gar nix mehr helfen und mein Leben wird für immer total düster.

00:02:03: und naja in der Zeit war ich beim sozialpsychiatrischen Dienst Und meine damalige Beraterin hat mir gesagt Na ja also Möchtest du nicht einfach mal eine Selbsthilfegruppe besuchen?

00:02:17: Dann hab ich gedacht, im ersten Moment das wird doch sowieso nicht helfen.

00:02:21: So wie nix anderes geholfen hatte zuvor.

00:02:23: und dann aber habe ich mir gedacht was habe ich denn zu verlieren?

00:02:27: Ich mein in besten Falle finde ich eine Gruppe Na ja, die mir zuhören kann wo ich irgendwie so eine Art vielleicht Zugehörigkeit finden kann und vielleicht tut mir das gut.

00:02:42: Und wenn nicht dann gehe ich da einfach einmal hin und im schlimmsten Fall muss ich da nie wieder hingehen und habe eigentlich gar nichts zu verlieren!

00:02:51: Dann hab' ich gemerkt... Es spricht doch eigentlich gar nichts dagegen.

00:02:54: Man kann das einfach mal einmal anschauen und ist dann nicht gezwungen, da irgendwie für immer hinzugehen.

00:03:01: Du hast ja schon berichtet, dass du sehr viele Belastung in dieser Zeit erlebt hast und auch wirklich eine sehr schwierige Zeit hinter dir hast?

00:03:09: Was war denn besonders belastend für dich in der Zeit?

00:03:12: Ja also ... Für mich ist halt das Alleraller schlimmste, dass es mir sehr schwer fällt, Ungewissheit auszuhalten.

00:03:20: Das heißt ich sag mal, gehört Ungewissheit einfach zum Leben.

00:03:25: Und man macht sich nicht ständig Gedanken, oh je das könnte passieren oder was ist wenn das so und so ist?

00:03:32: Weil viele Menschen das ausblenden können.

00:03:35: sie leben ihren Alltag und verzicken sich nicht in irgendwelche Ängste die theoretisch passieren könnten.

00:03:42: aber bei mir ist es so aufgrund meiner Diagnose die sich Zwangsstörungen nennt.

00:03:48: Es ist so dass es mir total schwer fällt ungewiss halt einfach aus zu blenden sondern Bei mir ist es so, dass ich dann tatsächlich mich immer wieder einlasse auf Gedanken und Ängste die immer mit was wenn anfangen.

00:04:02: Was wenn?

00:04:03: Punkt!

00:04:03: Punkt!

00:04:04: Und dann ist es sowas, dass manch mal an nichts anderes mehr denken kann und dementsprechend folgen ja auch Angstgefühle.

00:04:10: Es sind nicht nur einfach Gedanken sondern das macht ja etwas mit mir an was ich denke.

00:04:15: Und im Endeffekt hatte ich wirklich Phasen, wo ich an nichts anderes mehr denken konnte nur noch von Angst geplagt war und mich gar nicht mehr distanzieren konnte von diesen Ungewissheitsgedanken.

00:04:28: und es ist halt einfach so dass ich dann in der Zeit auch gar keinen richtiges Leben sozusagen mehr hatte, das heißt ich musste meine Ausbildung abbrechen damals.

00:04:43: Ich war wirklich nur noch im Bett und da nicht irgendwie für ein paar Monate sondern für eine viel längere Zeit leider und war komplett irgendwie

00:04:54: vom

00:04:54: ich sag mal in Anführungsstrichen normalen leben ja irgendwie so rausgeschnitten.

00:05:00: also ich war total in einem düsteren Zustand und total isoliert auch von der Außenwelt.

00:05:11: Es war keine schöne Zeit, nur noch in diesen Gedanken.

00:05:17: Das kann man sich schwer vorstellen, wenn man das nicht selber durchgemacht hat.

00:05:22: Zum Glück ist es ja auch... mit der Zeit besser geworden, auch wenn es noch nicht weg ist.

00:05:27: Ich habe immer noch Phasen die nicht leicht sind aber trotz alle muss ich sagen komme ich heutzutage besser damit klar.

00:05:36: Ich hab total viel dazu gelernt über die Krankheit aber auch über einen viel besseren Umgang.

00:05:43: das heißt ich weiß was ich machen sollte und was nicht und ich weiß auch was mir proaktiv sozusagen helfen kann sozusagen, um einfach es nicht so weit kommen zu lassen.

00:05:58: Und ich habe so viel in der Zeit jetzt über die Jahre dazu gelernt dass sich wirklich sagen kann Ich bin jetzt an einem anderen Punkt wie damals.

00:06:07: und ja also Wie gesagt das Schlimmste ist einfach dass ich mich machtlos fühle Ängste einfach ausblenden zu können die dann eine totale Macht über mich haben.

00:06:23: Und es fühlt sich natürlich dann auch kacke an, also das kann man nicht anders sagen.

00:06:27: aber wie gesagt ich bin auf einem guten Weg und genau!

00:06:34: Ja dann hast du ja wirklich einen sehr langen Weg hinter dir und das war bestimmt auch nicht einfach bei einer Selbsthilfegruppe anzuklopfen sage ich jetzt mal vor allem

00:06:45: wenn du

00:06:45: ziemlich viele Schwierigkeiten mit Ungewissheit hattest auch dieser soziale Rückgru... Zug, den du ja angedeutet hast.

00:06:52: Wahrscheinlich geht es ein paar Zuhörnern auch so dass die Angst

00:06:56: haben und

00:06:57: vielleicht kannst du ihnen einen kurzen Einblick zum Ablauf einer Sitzung geben das die Angst einfach gemindert wird.

00:07:05: Ich kann natürlich verstehen wenn man ich sag mal soziale Ängste hat Dass es vielleicht nicht so leicht ist einfach Mal irgendwo hinzugehen, wo fremde Leute sind und dann auch noch über die eigenen persönlichen Probleme zu reden.

00:07:21: Aber ich kann auf jeden Fall sagen dass die Menschen, die da sind meistens wirklich auch Verständnis für soziale Ängste haben weil das einem halt nicht so leicht fällt auf andere Menschen zuzugehen.

00:07:36: Das ist ja für die Menschen jetzt nicht irgendwie was total Absurdes oder irgendwie was, die noch nie erlebt haben.

00:07:43: Sondern sie wissen ja dass es auch schwer sein kann in eine Selbsthilfegruppe zu gehen.

00:07:48: am Anfang.

00:07:49: aber ich kann ehrlich nur sagen Es lohnt sich total.

00:07:52: Ich mein heutzutage ist es ja auch nicht immer leicht direkt einen Therapieplatz zu finden Und da kann eine Selbsthilfegruppe wirklich total bereichernd sein und, das heißt wenn man am Anfang irgendwie schüchtern ist oder sich nicht traut irgendwas zu sagen.

00:08:06: Das ist ja auch total, ich sag mal harmlos und überhaupt nicht schlimm dann muss man sich gar nicht dafür schämen und eigentlich kann man ja sogar total stolz sein überhaupt hingegangen zu sein.

00:08:16: und wenn man in der ersten Sitzung oder allgemein in den ersten zwei drei Sitzungen jetzt nicht so viel sagen kann kann man trotzdem total stolz auf sich sein und mit der Zeit wird man sicherlich auch lockerer, man kann ja da auch das Offen ansprechen.

00:08:31: Ja es ist auch überhaupt nicht irgendwie so dass es irgendwie dann unausgesprochen ist oder so und natürlich ist jede Gruppe anders.

00:08:39: aber in der Regel trifft man sich alle zwei Wochen für anderthalb Stunden und man kann einfach erzählen wie's einem geht was einen beschäftigt oder belastet.

00:08:49: allein das kann ja sehr gut tun und man kann natürlich auch den anderen zuhören und Tipps geben in ich Botschaft, sich gegenseitig Trost schenken.

00:08:58: Und es gibt manchmal auch einen Moderator der manchmal auch das ist dann so rotierend ist.

00:09:05: Das heißt, manchmal gibt's einen festen Moderator, der immer der Moderator ist und manchmal kann man das so abwechseln wer diese Rolle übernimmt.

00:09:13: jedenfalls ist es dann so dass diese Person einfach darauf achtet, dass jeder ungefähr gleich viel reden kann oder wenn es Konflikte gibt das man dann auch mal versucht wieder Ruhe reinzubringen und genau.

00:09:27: Dass das Ganze einfach so eine Art Ordnung hat und Struktur und ja.

00:09:32: also ich finde ist eigentlich ein ganz gutes Konzept mit so einer Selbsthilfegruppe.

00:09:36: manchmal gibt's das sogar auch ich sag mal thematisch aufgeteilt, das heißt es gibt manchmal Selbsthilfegruppen explizit für Ängste oder Depressionen.

00:09:45: Manchmal für andere Themen.

00:09:48: aber ja also ich muss sagen an sich finde ist es eine total tolle Idee und es lohnt sich auf jeden Fall auch wenn man soziale Ängsten hat sich das mal anzuschauen.

00:09:58: Du hast

00:09:59: ja auch erwähnt dass in der Selbsthilfegruppe gut tut, Menschen zu haben.

00:10:05: Die einfach wissen wovon du redest die vielleicht auch dieselben Probleme haben oder die dir helfen können und wo du halt auch eine Hilfe bist.

00:10:15: wie war das denn in deinem Umfeld?

00:10:17: Konntest du die Probleme da offen ansprechen obwohl sie vielleicht nicht die Erfahrung

00:10:22: gemacht haben?

00:10:23: Es ist so dass ich das Zum Glück, meinem Partner erzählen kann ohne Probleme und ich schäme mich dafür Gott sei Dank auch nicht dass ich eben unter Ängsten leide.

00:10:34: Ich kann es auch Freunden erzählen das ist total schön.

00:10:39: Und wie gesagt Es ist total wichtig sich öffnen zu können Wenn man immer alles in sich rein frisst.

00:10:45: Das ist eigentlich nicht so toll weil ja wir Menschen sind ja auch soziale Wesen.

00:10:51: Das würde eigentlich fast jedem Menschen gut tun, wenn man sich mindestens einer Person öffnen kann.

00:10:57: Einfach um sich alles von der Seele reden zu können.

00:11:01: Ich bin natürlich keine Therapeutin oder so aber einfach vom Bauchgefühl her würde ich sagen das kann ja nur jedem gut tun.

00:11:08: Wenn man Sachen ansprechen kann und zusammen mit anderen Leuten Lösungen überlegen kann und selbst wenn nicht einfach das mal anzusprechen bei einer anderen Person ist es total glaube ich, balsam für die Seele.

00:11:22: Ja und in der Vergangenheit war das tatsächlich aber teilweise auch anders.

00:11:30: Das heißt bevor ich meinen Partner kennengelernt habe wie gesagt Ich hab ja eine Leidensgeschichte, die jetzt nicht irgendwie erst seit einem Jahr oder so existiert.

00:11:40: Da war es teilweise so im meinem Umfeld dass ich leider auf Verständnislosigkeit gestoßen bin.

00:11:46: Ich möchte jetzt nicht explizit sagen, von welchen Personengruppen.

00:11:50: Aber ich habe da tatsächlich auch, ich sag mal zusätzliches Leid durchgemacht weil diese Personen ja nicht anerkennen wollten dass es mir wirklich schlecht ging beziehungsweise das auch nicht nachvollziehen konnten und dementsprechend wirklich auch teilweise wirklich eklig waren.

00:12:10: Ich möchte nicht sagen es war ein blöde Menschen oder so.

00:12:13: die haben sicherlich selber unter diesem Zustand gelitten, dass es mir eben so schlecht geht.

00:12:19: Aber ich kann auf jeden Fall sagen das für mich überhaupt nicht schön war oder förderlich.

00:12:28: Es hat mich runtergezogen Ich habe auch Schuldgefühle entwickelt und es war keine leichte Zeit.

00:12:34: aber dementsprechend finde ich halt Verständnis Umso wichtiger, wenn man das halt irgendwie erreichen könnte in der Gesellschaft.

00:12:42: Weil nur durch Verständnis können wir eine Brücke bauen und nur durch verständnis kann man sich wirklich auch zuhören gegenseitig.

00:12:49: und ja... Wenn man aber direkt andere Leute verurteilt.

00:12:54: Nur weil man das selber in dieser Form noch nie irgendwie selber erlebt hat oder nachempfinden kann Es ist natürlich schade, weil dann blockt man ab und denkt direkt die andere Person.

00:13:06: Er findet es irgendwie oder übertreibt wie auch immer.

00:13:10: Und dann werden Leute in Schubladen gesteckt.

00:13:14: Es kann keine echte Verbindung entstehen.

00:13:17: Das finde ich total schade.

00:13:18: Weil psychische Probleme sind nun mal nicht nur eine Minderheit.

00:13:26: Sondern ... Ich würde sagen... Es leiden schon einige Leute an psychischen Problemen und wie soll ich sagen, es wäre einfach total toll wenn man da so eine Art Verständnis in der Gesellschaft erzeugen könnte.

00:13:41: Ja

00:13:41: du hast ja schon berichtet dass du im Nahenumfeld gute Hilfe bekommen

00:13:48: hast

00:13:49: und auch viel Verständnis bekommen

00:13:52: hast,

00:13:53: aber der Teil der Gesellschaft oder dass du dir da vielleicht einfach mehr Verständnissen gewünscht hättest oder Akzeptanz für deine Erkrankung.

00:14:05: Und wenn wir gerade über Verständnisse und Akzeptanzen reden wie... Oder was hat ihr denn am meisten geholfen um mit deiner Erkrankung?

00:14:15: umzugehen oder diese zu akzeptieren.

00:14:17: Was ich noch zum Thema Verständnis sagen wollte, ist dass die gesagt ... Die Leute, die eben psychische Probleme haben, leiden ja schon ohnehin unter ihren psychischen Problemen und ... Ja, ich find's halt einfach schade, dass man dann zusätzlich leiden muss aufgrund von gesellschaftlichem Druck oder eben der Abstempelung.

00:14:38: Zu deiner anderen Frage, was mir geholfen hat um eben meine Erkrankung zu akzeptieren.

00:14:45: Das ist halt einfach... Natürlich eine komplexe Frage, aber um ehrlich zu sein ist das bei mir mit der Akzeptanz natürlich auch schwankend.

00:14:55: Also ich will jetzt nicht irgendwie lügen und sagen ja also ich akzeptiert es immer jede Minute.

00:15:01: Das wäre einfach gelogen weil Auch die Akzeptant ist bei mir Schwankend.

00:15:06: Ich denke das ist aber in Anführungsstrichen normal.

00:15:09: Natürlich gibt's auch Momente wo ich sage oh Mann wieso muss sich eine Zwangstörung haben?

00:15:14: oder dass ich dann irgendwie so Gedanken entwickle wie Ich hab's so schwer im Leben?

00:15:20: und so.

00:15:21: Aber ich muss sagen, im Vergleich zu

00:15:23: früher

00:15:23: ... Es ist tatsächlich besser geworden, auch was Akzeptanz angeht.

00:15:28: Und was mir da geholfen hat?

00:15:31: Ich hab für mich über die Jahre erkannt ich finde das Leben wunderschön und bin dankbar am Leben zu sein.

00:15:36: aber gleichzeitig ist es meiner Meinung nach so dass das Leben nicht nur leicht und schön ist sondern es gibt halt einfach harte Momente oder Zeiten oder schwere Zeiten.

00:15:50: dadurch entsteht ja ein Kontrast Und ich finde, man kann das Leben einfach irgendwie durch die schweren Zeiten... im Umkehrschluss sogar viel mehr genießen.

00:16:00: Das heißt, man kann seine schönen Momente oder Phasen oder eben die Fülle des Lebens irgendwie viel mehr Genießen dadurch dass man diesen Kontrast hat.

00:16:09: und ich habe das halt oft genug erlebt.

00:16:11: eben ich sage mal schwere Zeiten dann wieder gute Phasene und so weiter.

00:16:15: und Ich hab einfach für mich gemerkt in diesem guten Phasend bin ich total irgendwie so happy weil ich dann merke oha nice also jetzt kann ich das alles irgendwie so loslassen und es fühlt sich einfach Total schön an und dann kann ich mich auch total auf die schönen Sachen, ich sage mal konzentrieren.

00:16:31: Und wie soll ich sagen?

00:16:32: Ich bin dann irgendwie so voll auf Wolke sieben weil also was heißt ja auf Wolkes Sieben aber ich habe dann voll die Dankbarkeit.

00:16:39: das will ich damit sagen.

00:16:40: Ich hab da eine extreme Dankbarigkeit und ja ich weiß nicht ob ich so ne Dankbargeit gegenüber dem Leben und auch gegenüber den schönen Zeiten hätte, wenn ich eben keine schweren Zeiten im Leben durchgemacht hätte.

00:16:58: Und auch allgemein muss sich sagen das die schweren Zeit in meinem Leben natürlich es war nicht schön in dem Moment.

00:17:04: aber was mich natürlich auch meine Krankheit akzeptieren lässt ist natürlich auch dass ich weiß durch diese schweren zeiten bin ich extrem als Person gewachsen.

00:17:15: also es hat mich so sehr emotional reifen lassen.

00:17:19: Mir wurden so viele Sachen klar, was das Leben angeht und irgendwie hat mich so sehr wirklich persönlich reifenlassen.

00:17:30: und ich weiß nicht ob ich jetzt mit siebenundzwanzig vielleicht so eine emotionale Reife hätte wenn ich halt eben nicht diese schlimmen Phasen in meinem Leben gehabt hätte und ich sage mal in Anführungsstrichen eine relativ leichtes Leben hätte.

00:17:45: Ja, was ich halt einfach auch mit der Zeit gemerkt habe ist halt dass jeder Mensch hat halt so sein eigenes Päckchen zu tragen.

00:17:52: das heißt bei mir sind es eben die Ängste, bei anderen Leuten ist es vielleicht ne Krebserkrankung oder bei anderen wiederum vielleicht ein Tinnitus der nicht mehr aufhören möchte zu piepen.

00:18:01: aber worauf ich hinaus möchte ist halt einfach.

00:18:07: Ich weiß, dass ich aus meinem Leben das Beste machen möchte und ich bin auch total dankbar dafür, dass sich die schönen Momente und Phasen in meinem Leben wirklich genießen kann.

00:18:17: Bewusst genießen können!

00:18:19: Und es tut mir total gut und es gelingt mir auch gut.

00:18:24: natürlich was mir hilft ist ganz klar auch Hoffnung.

00:18:27: Also das war ja früher, vor ein paar Jahren noch ganz anders.

00:18:30: Deswegen bin ich ja auch in der Depression gerutscht aufgrund der Ängste.

00:18:35: Aber heutzutage ist es so dass ich eben zusätzlich auch noch eine wirklich große hoffnung entwickelt habe.

00:18:42: Es ist zwar wirklich besser geworden sag' ich jetzt mal also die Symptome oder halt Die Zangstörung an sich einfach weil ich viel über die Krankheit mittlerweile weiß und einen besseren Umgang gefunden habe.

00:18:55: Aber trotz allem muss ich natürlich sagen, dass die Hoffnung mich auch voranbringt.

00:19:01: Ohne Hoffnung ist es natürlich auch schwerer.

00:19:05: Klar, Hoffnung kann man nicht erzwingen aber... Ich muss sagen, die Hoffnungen gibt mir so viel Kraft!

00:19:12: Ich sehe mein zukünftiges Ich von meinem inneren Auge und ich glaube sie wird noch ganz viele Fortschritte machen ein angstfreieres Ich-Sein und auch besser mit Ungewissheit klarkommen.

00:19:29: Und ja, also ich muss natürlich auch was dafür tun.

00:19:35: Ja, ich mache ja auch schon einiges und wenn ich dran bleibe... Also so wie ich halt kann.

00:19:43: Man hat nicht immer gleich viel Kraft und Energie aber wenn ich auf paar Sachen achte dann bin sicher im Grunde genommen, dass meine Zwangsstörung mit der Zeit immer besser wird.

00:19:56: Stück für Stück und ja also... Ja was soll ich sagen?

00:20:04: Meiner Meinung nach gibt es halt einfach bei jeder psychischen Problematik ganz viel Hoffnung auch wenn man das aber in dem Moment manchmal nicht glauben kann.

00:20:11: Ja

00:20:12: du hast ja schon gemeint, dass du viel für dich erkannt hast welche Strategien für dich hilfreich sind.

00:20:22: Kannst du vielleicht noch mal sagen, welche Bewältigungstrategien oder Ressourcen für dich persönlich im Umgang mit deiner Krankheit wirklich hilfreich waren?

00:20:30: Ja also was Bewältigungsstrategie angeht kann ich sagen dass ich natürlich auch ganz viel über die Erkrankung gelesen habe.

00:20:39: Ich war in einem Coaching und hab auch Therapie gemacht.

00:20:43: Und natürlich muss ich sagen es ist ganz wichtig Dass ich darauf achte Ja, keine sogenannten Zwangshandlungen durchführe.

00:20:53: Das heißt ... Zwangshandlungen.

00:20:56: kann man sich so vorstellen dass ich versuche mir die Ängste wegzureden.

00:21:01: Das heisst... Sorry!

00:21:03: Ich interagiere sozusagen mit den Ängsten und sag mir dann, nein also pum pum pum wird nicht passieren weil das und das unwahrscheinlich ist usw.

00:21:13: Das heißt, ich gehe also total auf die inhaltliche Ebene was meine Ängste angeht und im ersten Moment hört sich das zwar total plausibel an und total gut und das Paradoxe oder Perfide daran ist dass im ersten moment hilft es tatsächlich auch.

00:21:30: Das heisst man kann es nicht so ein bisschen wie eine Sucht vorstellen.

00:21:34: Ich habe mit starken Angstgefühlen zu tun Und dann sage ich mir nein aber das sind kann gar nicht passieren, weil... und dann geht natürlich auch die Spannung also die Anspannung bisschen runter.

00:21:46: Ich fühle mich ein bisschen beholt aber das perfide daran ist dass ich das ganze damit leider am laufen erhalte war ich da mit meinem gehirn sozusagen immer wieder signalisiere ich muss ja auf diese gedanken und engste eingehen und das ganze wird dann wirklich zu so einer spirale weil ich immer wieder in diese inhaltliche Ebene gehe, was sich nicht tun sollte.

00:22:06: Das heißt... Ich habe also als Bewältigungsstrategie, dass ich natürlich versuche das, was ich im Coaching gelernt habe.

00:22:13: Das heisst Zwangshandlungen weglassen oder auch mal Übungen machen sowie Achtsamkeitsübungen und auch Expositionsübung.

00:22:24: Dass ich so etwas bewusst mache.

00:22:30: Ich muss ehrlich sagen, es fällt mir nicht leicht das immer zu machen aber ich weiß wenigstens was richtig und was falsch ist im Umgang mit meiner Erkrankung.

00:22:41: Und das ist halt einfach auch eine Bewältigungsstrategie weil ich merke je weniger ich damit interagiere je mehr ich von den Sachen mache die ich machen sollte.

00:22:50: natürlich dass du besser geht's mir halt einfach auf und dann kann man auch sagen Sport und Bewegung mir auch sehr gut tut.

00:23:04: Das merke ich auf jeden Fall, das ist wirklich keine Einbildung.

00:23:08: Sport hat einfach total viele positive Effekte und es kann dann bei psychischen Problemen extrem helfen.

00:23:18: Genau, und dann gibt es natürlich auch noch andere Sachen die jetzt erstmal total banal klingen aber wirklich auf mich tatsächlich einen großen Effekt haben.

00:23:27: Das heißt ich muss halt wirklich darauf achten dass ich regelmäßig ungenug esse.

00:23:32: also wenn ich jetzt mal den halben tag nix ess oder so dann spürt das?

00:23:36: Also dann ja merke ich dann schon einen unterschied.

00:23:42: Ja, wenn ich zu wenig schlafe über ein paar Tage, dann merke ich halt auch einen Unterschied.

00:23:46: Dann bin ich halt irgendwie so unruhig und dann bleiben Gedanken auch total haften und ich kann mich dann weniger lösen und dann verzettle ich mich wieder in irgendwelche Gedanken und steiger mich rein.

00:23:57: und ja... Dann kommen immer irgendwelchen Ungewissheitsgedanken die wo ich da nicht loslassen kann.

00:24:05: Und ja, dann gibt's halt natürlich auch noch so ein paar Sachen wie dass ich halt auf meinen Koffeinkonsum total achten muss weil Ja koffeen bei mir extrem Ängste verstärken kann bzw.

00:24:18: und Was heißt ihr witzigerweise es macht ja auch eigentlich total Sinn.

00:24:22: und ja also Ja solche sachen muss ich halt einfach achten.

00:24:28: aber das ist ja eigentlich auch Alles so wie Bewältigungstrategie, weil das habe ich hier alles mit der Zeit herausgefunden Stück für Stück und genau.

00:24:38: Ja und du hast ja noch gefragt wegen Ressourcen die ich besitze.

00:24:43: also ich würde sagen dass Für mich eine wichtige Ressource ist, dass ich halt einfach meinen Partner habe mit dem ich wirklich offen über alles reden kann.

00:24:53: Der mich auch versteht und ja... Ich kann einfach offen kommunizieren!

00:24:57: Und es gibt mir natürlich Kraft weil ich muss das Ganze irgendwie nicht verstecken und ja.. Das ist einfach schön für mich.

00:25:04: Es gibt mir auch so ein Sicherheitsgefühl und einfach auch ein schönes Gefühl.

00:25:07: natürlich wenn man das Gefühl hat da ist jemand der wirklich einen nicht verurteilt und so und ja also mein Partner eben in der Vergangenheit auch tatsächlich mit so zwangsgedanken nennt man das, also ja was wäre wenn Ängste hat und damit hatte er in der vergangenheit zu kämpfen gehabt.

00:25:29: Er hat allgemein auch ich sage mal ein bisschen mit psychischen Problemen zu kämpfen.

00:25:33: deswegen muss ich ehrlich sagen fühle mich da gut aufgehoben und gar nicht verurteilt und das ist für mich eine wichtige Ressource.

00:25:39: natürlich meiner Meinung nach auch für mich eine wichtige Ressource ist, dass ich glaube ich ganz gut so reflektieren kann.

00:25:51: Ich habe glaube ich auch eine gute Selbstreflektion und

00:25:54: da

00:25:55: ist es natürlich so das dann viele Sachen auch ich sage mal erkennen kann und natürlich dann weiß AOK das geht in die Richtung und AOK da muss ich das machen und ja das alles ein bisschen so im Überblick habe sagt man glaube ich so oder auf dem Schirm habe.

00:26:12: Ja, vielen Dank!

00:26:12: Du hast ja ziemlich viele Bewältigungsstrategien und auch Ressourcen genannt die du ganz persönlich geholfen haben und die du dir selbst auch angeeignet hast und vor allem mit dieser Spirale im Gehirn diese abschalten zu können.

00:26:29: Gibt es denn öffentlicher Stellen wie zum Beispiel die psychologische Beratungsstelle oder Internetseiten?

00:26:35: Die dir auch noch geholpen haben?

00:26:37: Damals, als es mir schlecht ging.

00:26:38: Ich sag mal auch wenn's jetzt inhaltlich mich vielleicht nicht so vorangebracht hat das kam nämlich erst später war es dennoch schön ich sage mal eine psychologische Beratungsstelle zu gehen und einfach mal mehr den Schmerz von der Seele zu reden einfach mal eine Person zu haben wo man sagen kann Hey, mir geht's nicht gut und so.

00:27:03: Das bedrückt

00:27:04: mich.".

00:27:04: Und klar diese Person bzw eine damalige Beraterin hat natürlich was das Thema Zwangsstörungen angeht nicht viel... Nicht so viel gewusst.

00:27:16: Sie hatte ja auch keine psychologische Ausbildung sondern das war soziale Arbeit aber trotz allem war es trotzdem hilfreich.

00:27:26: Also geholfen muss ja nicht heißen unbedingt, dass man inhaltlich sage ich jetzt mal oder verhaltenstherapeutisch vorangekommen ist sondern auch in dem Moment kann es ja... kann man ja von Geholfen reden wenn es einem gut getan hat die Person einfach empathisch war und ja man einfach auch mal sich jemandem öffnen kann und reden kann.

00:27:51: Und

00:27:51: wenn wir jetzt über die ja ich sag jetzt mal jüngere Generation sprechen möchten.

00:27:57: Inwiefern haben denn deiner Meinung nach soziale Medien Einfluss auf das Wohlbefinden von jungen Menschen?

00:28:04: Ja, so ich finde es ist halt natürlich eine extrem schwierige Frage und ich kann natürlich auch nur meine Meinung sagen.

00:28:12: aber ich würde sagen Es kann unter Umständen schon sehr destruktiv enden Aber meiner Meinung nach kann's auch tatsächlich sehr positive Effekte haben.

00:28:22: Es kommt einfach darauf an, ob man einen guten Umgang damit finden kann.

00:28:26: Es ist ja bei vielen Sachen so eine Art Gradwanderung sag ich jetzt mal.

00:28:31: Das kann natürlich wenn man ein paar Sachen nicht beachtet in die Hose gehen aber manchmal können manche Sachen total sogar bereichernd sein ohne dass irgendwie so großartig oder allgemein negative Effekte hat.

00:28:45: und Ja, da muss man natürlich auch echt ganz viele Sachen beachten.

00:28:49: Vor allem wenn man ein junger Mensch ist.

00:28:51: also der Algorithmus natürlich der kann natürlich dafür sorgen dass dann sehr negative Konsequenzen haben kann.

00:29:00: Also falls ihr nicht wisst was ein Algorithmos ist die sozialen Medien haben dann wie so eine Art Programm Was sozusagen herausfindet auf welche Inhalte der Konsument.

00:29:14: Was man so interessant findet, was man häufig sich anschaut und dann werden daraufhin diese Sachen erst recht angezeigt.

00:29:24: das heißt wenn man mal irgendwie sich ein Video anschaut von einer Schlägerei Dann wird nochmal sowas angezeigt und irgendwann kriegt man dann auf seiner Seite nur noch Videos oder auch Inhalte mit körperlicher Gewalt angezeigt.

00:29:46: Und das ist natürlich für junge Menschen klar, also das war jetzt nur ein Beispiel vom Inhalt her.

00:29:50: aber es gibt ja viele Inhalten die vielleicht wenn man das extrem häufig und exzessiv konsumiert nicht gut sind für die Psyche und dementsprechend da muss man wie gesagt echt auf paar Sachen achten oder auf dem Schirm haben eben so Sachen wie Algorithmus.

00:30:09: Wenn man einen richtigen Umgang hat mit sozialen Medien, finde ich können diese wirklich auch total bereichernd sein.

00:30:20: Es kommt echt auf den Einzelfall drauf an und wenn man zum Beispiel ein Hobby hat oder so es kann ja für psychische Probleme extrem förderlich sein, wenn man einfach ein aktives Leben fühlt und auch wirklich Interessen hat Und ich sag mal, wenn man ein Hobby hat was vielleicht eher selten ist kann man sich da ja auch mit anderen Leuten vernetzen über das Hobby reden.

00:30:46: Einfach auch soziale Kontakte knüpfen im Sinne von man kann sicher dann da in dem echten Leben treffen.

00:30:52: Wenn man irgendwie dort über einen Hobby Konnekten, also verbinden kann und daraus können wirklich viele wunderbare Sachen entstehen.

00:31:06: Aber wie gesagt alles halt mit Vorsicht zu genießen bzw eben mit Vorsichtsmaßnahmen insbesondere man halt ein echt junger Mensch ist.

00:31:15: Ja du hast ja auch die neben den positiven Effekten Die negativen Konsequenzen oder die negatimen Effekte angesprochen von Social Media Auch eben die Gefahren mit den Algorithmen.

00:31:26: Das heißt es gibt hier auch die Gefahr von Fake News oder eben bedingt durch die Nachrichten heutzutage mit den vielen Krisen, mit der Klimakrise, dem Krieg und so weiter.

00:31:39: Denkst du denn das die jüngere Generation viel aufgeklärter ist über diese Krisen?

00:31:46: Oder auch vermehrt damit konfrontiert ist aber auch dadurch belasteter?

00:31:51: Ja also ich würde sagen grundsätzlich ... Ja, sind sie, würde ich sagen belasteter.

00:32:01: Was zum Beispiel das Thema Klima-Krieg und so angeht?

00:32:05: Warum?

00:32:05: Weil ich glaube halt einfach wirklich dass der Algorithmus genau das bezwecken kann weil wenn dann irgendwann auf der Seite von diesen jungen Leuten nur noch Krieg Klima geht kaputt angezeigt wird.

00:32:26: Dann entsteht natürlich ein Gefühl von oh je, die Welt geht unter und dann wird es auch noch die ganze Zeit konsumiert eben weil der Algorithmus das ständig anzeigt Weil man ja sich immer wieder solche Sachen anschaut, die ja auch in dem Moment ich sage mal Nervenkitzel erzeugen.

00:32:46: Das sind ja auch so Themen die total erst einmal für Ja, Spannung sorgen.

00:32:57: Aber ich sage mal klar dadurch geraten sicherlich diese jungen Menschen in so ein Gefühl von Ohne macht oder Überforderung weil sicherlich wollen sie oder die meisten dann auch was dagegen tun eben das dieses Gefühl was erzeugt worden ist.

00:33:16: Die Welt geht unter dass eben das nicht passiert.

00:33:18: aber Manchmal ist es ja auch nicht so leicht, ich sage mal wirklich in Aktion zu kommen oder irgendwie sich dafür zu engagieren und dann entsteht dadurch wiederum ein Gefühl von Ja dass man irgendwie nicht selbst wirksam sein kann.

00:33:31: Oder irgendwie so ein Gefühl Von einfach Resignation oder auch Angst weil das immer wieder angezeigt wird und Das sicherlich überhaupt nicht schön ist und auch ein Gefühl von Dringlichkeit entsteht, weil wenn einem dann auf den sozialen Medien gefühlt nichts anderes mehr präsentiert wird, dann denkt man ja wirklich das ist jetzt die Realität.

00:34:01: Wenn man es immer wieder konsumiert und nix anderes mehr irgendwie anschaut, dann wird vielleicht alles anders wahrgenommen kann natürlich dann dementsprechend auch belastend sein.

00:34:20: Und ob das alles dann auch wirklich so, ich sag mal stimmt was da präsentiert wird ist natürlich auch nochmal die andere Frage weil wer tut das online stellen?

00:34:31: Sind es wirklich seriöse Quellen und so weiter und deswegen würde ich sagen wäre es eigentlich viel viel besser wenn junge Menschen vielleicht auf eine andere Art und Weise aufgeklärt werden könnten, vielleicht durch ein Schulprojekt.

00:34:54: Und das Ganze aber wirklich ich sage mal dass man das nicht mit Angst und Schrecken versetzt diese ganzen Themen wie Krieg oder Klimawandel sondern dass man zwar schon versucht die Ernsthaftigkeit rüber zu bringen trotz allem eher in einem neutralen Setting.

00:35:15: Und ja, dadurch kann es dann schon sein dass diese jungen Menschen auch in Aktion kommen und einfach ein Bewusstsein für genau solche Themen entwickeln und sich vielleicht aktiv machen können in Form von Vereinen.

00:35:37: Genau das würde eine Ja, Aufwärtsspirale erzeugen können.

00:35:43: Ich meine wenn man sich dann engagiert für so Themen wie zum Beispiel Klima oder Krieg oder auch vielleicht seelische Gesundheit dass man sich da auch dafür einsetzt.

00:35:52: das führt ja dann auch für so ein Gefühl von okay ich mache was für die Welt es erzeugt Selbstwirksamkeit.

00:36:00: Auch das ist dann für die Psyche total förderlich, also das hat dann auch positive Effekte und man kommt aus dem Haus.

00:36:09: Man tut was und es ist alles eigentlich gut wenn es in so einem geschwitzten Rahmen stattfindet und eben nicht durch den Algorithmus noch mit Angst versetzt ist.

00:36:29: Ja dementsprechend kann ich eigentlich nur sagen, ich glaube das ganze kann wenn es nicht irgendwie mit Vorsicht gemacht wird dann natürlich negative Effekte haben.

00:36:40: Aber das Ganze kann auch total total positiv Enden sage ich jetzt mal.

00:36:48: Ja, wir sprechen ja aktuell von der jüngeren Generation.

00:36:51: Was würdest du denn anderen betroffenen Jugendlichen mit auf den Weg geben?

00:36:55: Auf jeden Fall dass es viel mehr Hoffnung gibt als man denkt.

00:36:58: also das kann ich eigentlich fast schon versprechen weil manchmal ist man halt echt in so dunklen düsteren Momenten In seinem Leben wo man wirklich denkt Das war's Es wird einem nie wieder besser gehen wo man am liebsten sterben wollen würde.

00:37:17: Aber auch wenn man das in dem Moment absolut nicht sehen kann, gibt es so viel Hoffnung.

00:37:24: also wenn mir damals vor drei Jahren oder vor zwei Jahren jemand gesagt hätte wie mein Leben jetzt ist Hätte ich echt gedacht dass es irgendwie ein Witz.

00:37:40: aber Wie gesagt?

00:37:42: Das zeigt dass es wirklich so viel hoffnung gibt und Das möchte ich wirklich anderen mit auf den Weg geben, weil das einfach auch so viel Kraft geben kann und man muss nicht wie soll ich sagen das immer sehen.

00:37:59: diese Hoffnung.

00:38:00: aber ich will einfach sagen es gibt sie.

00:38:03: Und ja... das Leben hat einfach soviel zu bieten und es gibt so viele Möglichkeiten wie es einem dann doch noch besser gehen kann Auch wenn Ich jetzt nicht irgendwie total leidfrei bin oder so.

00:38:22: Es ist alles deutlich besser geworden, ich kann das Leben wieder total genießen und es hat sich alles irgendwie gewandelt und entwickeln.

00:38:31: Das ist auch total interessant einfach das alles zu erleben wie das Leben so ja so Ja sich wandeln kann und was es dann doch noch für neue Möglichkeiten geben kann.

00:38:49: Das ist alles so faszinierend, das wünsche ich einfach auch anderen Leuten dass wenn's denen mal extrem schlecht geht, dass sie vielleicht diese Hoffnung entwickeln können tiefes Vertrauen darauf haben können, dass es wieder besser werden kann.

00:39:17: Auch wenn man's nicht unbedingt so richtig sehen kann wie das überhaupt möglich sein soll.

00:39:24: und was ich auf jeden Fall definitiv auch sagen möchte ist total wichtig ist sich zu öffnen.

00:39:34: Es müssen auch nicht tausend Leute sein Es müssen auch nicht zehn Leute sein, aber es wäre toll.

00:39:39: Man sich wirklich mindestens einer Person öffnen kann.

00:39:43: und wenn's einem schwer fällt dass eine Person aus dem näheren Umfeld ist oder so ich meine es gibt auch leute wie zum Beispiel aus psychologischen Beratungsstellen oder sozial-psychiatrischer Dienst da kann man auch einen Termin wahrnehmen oder folge Termine Und wenn es einem leichter fällt mit einer fremden person zu reden dann wäre auch das auf jeden Fall schon mal Ein Anfang, weil ja wie gesagt wenn man halt alles nur mit sich selber ausmacht.

00:40:14: Es ist meiner Meinung nach glaube ich nicht so gut beziehungsweise es würde glaub ich jedem gut tun wenn man einfach auch mal über die eigenen Probleme reden kann A ums mal los zu werden um sich das Mal von der Seele zu reden und B natürlich auch wenn man in so einem dunklen Labyrinth manchmal gefangen ist, dann sieht man vielleicht manche Sachen nicht.

00:40:39: Die eine fremde oder andere Person von außen aber sieht.

00:40:43: Ich sage mal zum Beispiel Lösungsvorschläge oder Ideen was man machen kann.

00:40:47: und ja wie gesagt wenn man halt vor lauter Bäumen manchmal den Wald nicht sieht Dann sieht aber eine andere Person vielleicht den Wald Und dann kann man zusammen einfach eine Lösung finden.

00:41:02: Das ist einfach sowas von wertvoll.

00:41:05: Ja, vielen Dank für die Kraft, die du mit deinem Breitrag betroffenen Jugendlichen womöglich gegeben hast.

00:41:11: und jetzt komme ich zu meiner letzten Frage in dem Podcast was wünschst du dir denn persönlich für deine Zukunft?

00:41:21: Was ich mir für meine persönliche Zukunft wünsche ist einfach das natürlich klar meine Zwangsstörung der Zeit noch besser wird.

00:41:30: also Ich bin ja da auch sehr optimistisch und klar würde ich mir das wünschen.

00:41:36: Und... Ja, das ist auch meine persönlichen Wünsche die ich so für mein Leben habe vielleicht bewahrheitet werden.

00:41:44: Ich würde sagen jeder hat ja so so Ziele oder Wünschte und ja es würde ich natürlich sehr schön finden.

00:41:51: Und....ja!

00:41:55: Ich war ja eine längere Zeit auch leider arbeitslos, aber ich arbeite ja jetzt wieder und was ich mir natürlich auch wünsche ist dass ich mich beruflich entfalten kann.

00:42:08: Ich habe einfach wirklich Bock darauf mein Leben halt so richtig anzugehen und an meinen Zielen zu arbeiten.

00:42:23: Ja, wir wünschen dir auf jeden Fall viel Erfolg für deine Ziele und alles Gute für deine Zukunft.

00:42:29: Wir sind nämlich nun am Ende der Podcastfolge angekommen und vielen Dank Sarah dass du so offen mit uns über dein persönliches Erleben gesprochen hast und für deinen spannenden Beitrag in unserem heutigen Podcast.

00:42:42: Ich bin mir sicher, dass sowohl Jugendliche als auch Betroffene aber auch Fachkräfte von den geteilten Erfahrungen sehr viel lernen können und ihnen auch hilfreiche Tipps gegeben wurden wie man in schwierigen Situationen seine Ressourcen nutzen kann.

00:42:57: Ja, danke.

00:42:58: Es freut mich auch total dass ich heute hier sein durfte und auch das sich einfach meine Erfahrungen mit euch teilen konnte.

00:43:04: Ich habe ja auch noch nie bei einem Podcast mitgemacht und dementsprechend waren die es heute einfach auch total interessant muss ich sagen.

00:43:10: Und einfach auch mal was Neues.

00:43:12: und ja war wirklich cool und vielen Dank

00:43:16: Ja, danket ihr!

00:43:17: Vielen Dank Ihnen auch Lieben Zuhörende Dass sie unserem Podcast wiederverfolgt haben.

00:43:23: Werfen Sie gerne auch einen Blick in die Show-Notes, denn hier sind hilfreiche Links zum heutigen Thema für sie hinterlegt.

00:43:29: Wir freuen uns wenn Sie uns weiterhin als treue Zuhörerschaft erhalten bleiben!

00:43:34: Das war der Podcast Psst – alle mal herhören vom Präventionsnetzwerk Ortenaukreis ein Podcast für alle die sich dafür engagieren dass Kinder Jugendliche und ihre Familien gestärkt werden.

00:43:47: Wenn Ihnen dieser Podcast gefallen hat, dann freuen wir uns wenn Sie ihn abonnieren und teilen.

00:43:52: Wir?

00:43:53: Das ist das Präventionsnetzwerk Ortenaukreis – kurz genannt PNO!

00:43:58: Wir vernetzen Personen aus dem Gesundheits-, Bildungs- und Jugendhilfewesen und fördern deren Zusammenarbeit und Weiterbildung.

00:44:06: Mehr zu uns, unserem Netzwerk und unseren Angeboten finden sie auf www.pno-ortenau.de.

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